Is the artist necessary for making art today? Fragen Swantje Lichtenstein und Tom Lingnau

Als Hommage an ein Buchprojekt, welches das Pariser Palais Tokyo Ende des Jahres 2001 mit den Kuratoren Jérôme Sans and Marc Sanchez herausgab und das Hunderte Antworten zur Frage „What is the artists’s role today?“ versammelte, stellten die Dichterin Swantje Lichtenstein und der Künstler Tom Lingnau eine ähnlich Frage für ihr Theorie- und Praxis-Weblog Covertext: „Is the artist necessary for making art today?“ In einer ersten Runde schickten etwa Hannes Bajohr, Nick Montfort oder Antonia Low ihre Ergebnisse. In der zweiten Runde bin ich auch vertreten, zusammen mit Mara Gentschel oder Tobias Roth. Ich nutzte Googles Auto-Respond-Funktion, sowie die schöne Webseite Googlism, die zu Begriffen und Namen Google-Definitionen ausspuckt: What does Google think? Hier schon ein Vorschau auf einen der von mir erstellten Google-Screenshots:

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Auffällig ist, dass Google Wörter und Wortkombinationen nicht wertet und damit für lingustistische Überraschungen sorgt, auf die auch ein Dichter stolz sein könnte. Ein so dinghaftes und alltagsentnommenes Wort wie „Kuchendekoration“ steht in einer ähnlichen Suchabfolge wie der „ethische Mensch“. Google versucht also durchaus, Kunst zu produzieren? Oder eher nur Sprachmüll? Oder ist es alles nur beiläufige und egale Maschinensprache – denn die Suchbegriffe stammen ja wiederum vom Menschen?

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