Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen von Pippa Goldschmidt

Dunkle Materie, Codeschreiben oder Neutrinomessungen in der Antarktis: Die britische Autorin und Astrophysikerin Pippa Goldschmidt entdeckt in Mathe, Physik oder Genetik die Kraft poetischer Metaphern. Ihr erster Erzahlband mit 14 Storys spielt im Wissenschaftsbetrieb und bietet eine Bestandsaufnahme der Situation von forschenden Frauen – sei es zur Zeit der Suffragetten, die fur das Frauenwahlrecht kämpften, oder heute, wo eine Univorlesung zur Relativitätstheorie die Affäre zwischen Dozent und Studentin widerspiegelt. Besonders stark sind Goldschmidts biografische Einfühlungen in das StudentInnenleben historischer Figuren wie Alan Turing oder Robert Oppenheimer – der Homosexuelle, der zwangskastriert wird (Turing), oder der kulturelle Außenseiter (Oppenheimer). Goldschmidt arrangiert die Erzählstränge kühl, wie unter gnadenlosem Laborlicht, immer das Kräftemessen der Geschlechter im Blick.

Pippa Goldschmidt: Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen. Storys. Aus dem Englischen von Zoë Beck. Culturbooks, Mai 2014. 5,99 Euro.Goldschmidt_Weltraum_240

Zuerst erschienen im Missy Magazine, Mai 2014.

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