New Level. Computerspiele und Literatur, herausgegeben von Thomas Böhm

metnew-levelLasst euch vom Titel nicht abschrecken: „New Level. Computerspiele und Literatur“, herausgegeben von Thomas Böhm, ist keine Doktorarbeit der Geisteswissenschaft, sondern ein durchaus unterhaltsamer, kluger, experimenteller Sammelband, der begleitend zum internationalen Literaturfestival erschienen ist und fiktive Spieleentwürfe enthält. Ich durchbreche mit dieser Rezension kurz meine mir selbst auferlegte Aufgabe, nur auf digital-only-Publikationen hinzuweisen, weil, ja, weil das Thema dieser Anthologie selbst ein digitales ist. Ulrike Draesner ist mit der Anleitung zu einem Wolfsgame vertreten, das die Körpererfahrung dieses Tiers vermittelt, mit Monika Rinck therapiert man sein Gehirn vor dem eigenen Selbstmord, der syrische Autor Aboud Saeed lässt „Cyberklone auf Facebook“ auferstehen, Sasa Stanisic wünscht sich ein Role Playing Game herbei, das vom Finale her gespielt wird. „Ein Ego-Shooter führt den Charakter durch eine von ihm zusammengeschossene, entvölkerte Welt.“ Liebe Autoren, die Spieleindustrie könnte euch gut gebrauchen!

Thomas Böhm (Hg.): New Level. Computerspiele und Literatur. Metrolit, September 2014. 18 Euro

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