Literaturseminar des British Council fragt nach „Writing in Public“

Mein kurzes Interview mit dem britischen Schriftsteller John Lanchester („Kapital“, hier eine Kritik in der Berliner Zeitung) zum Titel des diesjährigen British Council-Literaturseminars vom 24. bis 26. Januar, bei dem jährlich seit etwa 20 Jahren englischsprachige Autoren vor der versammelten deutschen Anglistik, vor Lektoren und Journalisten über ein gegebenes Thema diskutieren, angenehm pragmatisch, unakademisch und lesungsreich. Ich habe John Lanchester gefragt, was er eigentlich unter „Writing in Public“ versteht, warum der Begriff „intellectuall“ einen schlechten Ruf hat und was für ihn „vitamin books“ sind.

Eine Zusammenfassung der vielfältigen creative-writing-Tipps kommt in den nächsten Tagen. (Bis Ende März ist es da, versprochen. 18.3.2013)

Und was meint ihr: Ist „intellektuell“ ein Schimpfwort? Ist es nicht eher ein inneres Hipstertum, außen schwarzer Rolli, innen Adorno und Negri? Ist es nicht eine Haltung, die zu retten ist, eine engagierte schriftstellerische Aufgabe, die Pflicht zur Einmischung? Auf dem Podium lehnte es Esther Freud (eine der vielen, man schätzt 70, Töchter von Lucian Freud), Autorin, es ab, einen Leitartikel zu schreiben. Mir kommt das falsch vor. Autoren könnten mit Leitartikeln eingreifen, in ein Denken, sie müssen ja keine dogmatischen Meinungen setzen oder zu einem Punkt kommen. Aber sie sollten sich mit ihren Argumenten und Ästhetiken einschalten. Sonst driftet da die Literatur weg von der öffentlichen Diskussion. Und das wäre schlecht. Meiner Meinung nach.

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